30 September 2005

Die letzte Expedition 2005 - Wilson


Anatolien, endlose Weite...Stoppelfelder so weit das Auge reicht. Tag für Tag messen wir ein feld nach dem anderen mit unserem Bodenradar und Magnetometern auf der Suche nach unendeckten Schätzen. Schweiß fließt reichlich und einsam ist es auch, doch plötzlich spült eine Laune der Natur, in Form eines freundlich gesinnten türkischen Bauern, uns eine große Wassermelone in die Hände.

In Anlehnung an den Film "Cast Away" nennen wir unsere Melone "Wilson". Wilson soll es gut gehen bei uns, er bekommt ein schattiges Plätzchen unter unserem Vermessungsschirm. Von dort kann er unseren Forschungen in Ruhe zusehen.

Doch eines Tages, es gab schon böse Vorzeichen beim Frühstück, eine Wespe ärgerte mich fortwährend, begab es sich, dass Wilson von dieser Erde abtreten musste. Es musste zur Mittagszeit gewesen sein, als sich ein Trupp Radikaler "was auch immer" sich Wilson bemächtigte, ihn entführte und kurzerhand den Exidus bescherte.

Weiss eigentlich noch jemand was mit Wilson im Film passiert ist?

Die letzte Expedition 2005 - Tag 1


Ja die letzte Expedition für dieses Jahr führte mich in die Türkei. Hier sollten wir für verschiedene Ausgrabungen geophysikalische Untersuchungen durchführen, unter anderem in Troia, wo es (immer noch) darum geht, die Gesamtausdehnung des bronzezeitlichen Troias festzustellen um einen alten Wissenschaftsstreit endlich beilegen zu können.

Aber eigentlich handelt diese Geschichte von einer anderen Expedition, die den Spuren Alexanders des Großen folgt. Unser Auftrag hieß, einige von Grabräubern bedrohte Grabhügel aus der Zeit um 500 vor Chr. zu untersuchen, um festzustellen, ob sich noch ungeräuberte Sarkophage oder Grabkammern darin finden. Die ganze Unternehmung wird von amerikanischen Archäologen durchgeführt und finanziert. Das Team, überwiegend Amerikaner, ausgestattet mit türkischen Handys, und immer bereit diese auch zu nutzen, sobald die Entfernung zwischen zwei von ihnen mehr als 30Meter beträgt, empfingen uns also an Tag eins im Hotel. Alle waren sehr freundlich und gespannt was wir deutschen Geologen denn so finden würden.

Zu unser aller Überraschung erschienen die Amerikaner beim Frühstück am nächsten Morgen mit dem Manual unserer Radaranlage. Wie sich dann herausstellte war es nicht unser Manual und auch nicht unsere Radaranlage, sondern deren, und sie hatten keine Ahnung wie man damit arbeitet. Also so lief der Hase, man wollte unser Know-How, kein Problem als smarte Deutsche sind wir doch immer bereit unseren amerikanischen Freunden zu helfen, nicht nur bei tropischen Wirbelstürmen...

29 September 2005

bin dabei....

...meinen ersten blog zu erstellen...

eigentlich sitze ich bei der arbeit (das bild rechts stammt von aufräumarbeiten in Balbek, jetzt sitze ich gerade im büro), der magen knurrt etwas, da wir kurz vor der mittagszeit sind, und das gewohnheitsrecht meines magens fordert nun das was er so um diese uhrzeit meist bekommt...

- da wäre das frikadellenweckle vom metzger
- der selbst eingelegte ziegenfrischkäse vom ringlihof in horben
- die banane
- gummibärle
....mhhh...gleich kommen die kollegen und tigern wie hungrige raubkatzen durch das büro...und der, der als erster schwach wird, wird sich aufs fahrrad schwingen und richtung metzgerei radeln und dann mit...
- frikadellenweckle vom metzger
zurückkommen....

aber interessiert das überhaupt jemanden was ich hier in meinem ersten blog verzapfe....ich denke kaum. dann werde ich mir für die nächsten tage was spannendes überlegen, vielleicht die geschichte als wir in syrien und im libanon nach versunken schätzen aus der bronzezeit gesucht haben!

Wohl bekomms!